5 Stadtführungen

Startpunkt St. Johanns Tor

Helvetia hätte uns vom Rhein als Lebensader der Stadt, mit Sicht auf Chemie und Pharma zum Totentanz (wo heute Coronatests gemacht werden!), vorbei am Atelier von Bettina Eichin, der Baustelle des Amtes für Umwelt und Energie...

Start Messeturm

Die zweite Helvetia hätte uns von der internationalen Ambition des Messeplatzes, im Wechsel zwischen  den Herren Morger, Degelo, Herzog und De Meuron, hinein in das Multikulti der Clarastrasse geführt. Architektur als Spiegel der Gesellschaft...

Start Münsterplatz

Von den Markttischen von Bettina Eichin im Kreuzgang zum Sitz des Lyceumclubs und zum Muesum der Kulturen, drei von Frauen geprägten Standorten rund um den ältesten Platz Basels. Hier hätte Helvetia gefragt: Was ist Tradition in Basel, die Frauenrollen früher und heute?

Start Waisenhaus

Helvetia hat viele Kinder, etwa 8.8 Millionen zur Zeit, die Mehrheit Frauen, doch nicht alle haben einen geglätteten Lebenslauf. Vom Waisenhaus über das Hirscheneck und am Arbeitsamt vorbei durch die Rheingasse zum Denkmal gibt es viele Lebensgeschichten...

Start Landessteg Dalbefähre

Von hier begleiten wir Helvetia auf dem Wasser in einem Boot. Von da ist der Lebensraum Rhein besonders gut zu sehen. Früher ging es um die Wasserkraft, die die Industrie angezogen hatte. Heute sind Umnutzungen angesagt, der Rhein ist eine Riviera geworden. Natur? Zivilisation?

Ziel Denkmal

Alle vier Helvetias beenden ihre Führung beim Denkmal, wo sie schon von einer Schar neugieriger Journalistinnen und Journalisten erwartet werden: 
 

Sind sie eine Männerhasserin?
Um Gottes willen! Ich liebe die Männer! Woher sonst hätte ich so viele Kinder?

Sind sie eine echte Schweizerin?
Natürlich. Und ich weiss, dass meine Vorfahren aus Klein Asien kamen

Wie alt sind Sie ?
Ich bin nicht alt. Aber ich sehe viel jünger aus als ich es tatsächlich bin.

Welches ist das Geheimnis ihrer Jugend?
Ich habe immer noch mehr vor- als hinter- mir.

Wie sehen Sie Schweiz im Kampf mit Koronavirus?
Schweiz hat viel längere Lebenserwartungen als der Virus. 

Welchen Dialekt sprechen Sie am liebsten?
Französisch. Aber ehrlich: Ich spreche ein misch-masch.

Was tragen sie im Koffer?
Anekdoten und Regenschutz.

Was möchten Sie lernen?
Schwimmen. Ich kann es nicht. Deswegen schau ich so sehnsüchtig auf die Schwimmer im Rhein.

Wenn Sie sich ein Beruf wählen dürften, was würden Sie gern?
Ich bin Näherin. Ich nähe die Schweiz zusammen indem ich die Pfädchen vom Kanton zu Kanton und vom Dorf zu Dorf durchziehe..

Wie stehen Sie dazu dass Sie zu Ihrer Lebenszeit ein Denkmal bekommen haben?
Für mich ist ein Denkmal kein Substantiv, es ist ein Appell, Aufruf – denk mal! Es ist keine Huldigung, es ist eine Herausforderung, ein Ansporn.

Was hat fehlt Ihnen in der Schweiz? 
Bären. Und Wölfe. Schweiz ist nicht nur für Menschen und ihre Arbeitsplätze da. Ich habe so gerne Tiere und Vögel und Blumen und Wälder. Es tut weh dass es immer weniger davon gibt.

Darf man Sie duzen?
Wenn Sie mich so nah empfinden, denn ja.

Was haben Sie nicht gern?
Zoos. Ich hasse Gitter, auch unsichtbare. Eine Illusion der Freiheit ist schlimm, es ist ein Betrug.

Was wünschen Sie der Schweiz?
Bewegung ist ein Zeichen des Lebendigen. Meine Schweiz soll immer im Bewegung bleiben.

Man hat sie im 1848 erfunden, nicht?  Sie sind also nicht einmal 200 Jahre alt?
Ab 1848 trage ich den stolzen Namen Helvetia. Vorher nannte man mich Vreni, oder Babeli, oder Lucy – je nach Kanton. Aber ich versichere Sie, ich war schon immer da.

Warum haben Sie – neben Ihrem Koffer - einen Schild und einen Spiess? 
Wollen Sie kämpfen?
Nein, das ist nur Dekoration. Ich nutze Worte und Gedanken, wenn ich kämpfen will.

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